Dienstag, 21. Oktober 2014

Der psychedelische U-Bahnhof, der legendäre Filz und der bestehende Ersatzverkehr


Der Bahnhof Jungfernheide beherbergt eine U-


und eine S-


Bahnstation.

Unten auf dem in psychedelischen Farben der 70er gehaltenen U-Bahnhof


zeigt die BVG wie es so mit den wichtigen Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Berlin läuft.

Und es läuft gar


nicht.


Der U-Bahnhof beherbergt nämlich zwei Bahnsteige für eine Linie, die es gar nicht gibt, die geplant ist und geplant ist und geplant ist (und geplant ist) und die es voraussichtlich nie geben wird: Die U-Bahnlinie von Hauptbahnhof über Turmstraße bis Jungfernheide, die viele potenzielle Fahrgäste hätte, folglich sinnvoll wäre und genau deshalb in Berlin keine Chance auf Realisierung hat wie eine Verlängerung der U7 nach Schönefeld beziehungsweise zu dem Flughafen, dessen Name sich niemand mehr traut auszusprechen, weil er wie ein ruinöses Symbol für den ewigen Filz, die legendäre Unfähigkeit und die sagenhafte Verschlumpftheit derer steht, die Verantwortung tragen, aber sie nicht übernehmen. 

Den Flughafen hätten sie nach jemandem benennen sollen, den die Stadt hasst. Den La Belle-Bomber. Irgendeinen Hellersdorfer Nazi. Meinen alten Mathelehrer. Oder ganz aktuell: Abu Bakr al-Baghdadi. Wäre ich Willy Brandt und nicht schon längst tot, würde ich mir überlegen, ob es nicht besser wäre, mir eine Kugel in den Kopf zu schießen - um die Fremdscham loszuwerden. 

Oben ergänzt die S-Bahn das traurige Gesamtbild, indem entweder Aufzug


oder Rolltreppe


oder oft auch beides nicht funktioniert.

Dann dürfen Menschen mit Kinderwagen kostenlos ihre viel zu schlaffen Muskeln trainieren. Und Gehandicapte sind eben gehandicapt. Life is a bitch.

Und weil es sonst nicht vollständig wäre, funktioniert auch der Ringbahnverkehr hier auf der Linie oft nicht oder nur eingeschränkt. Das alte Bild in Berlin - ein Schriftband auf dem Anzeiger, dass irgendwas bei der S-Bahn nicht funktioniert:


Pendelverkehr. Ersatzverkehr. Zugschaden. Weichenstörung. Signalstörung. Pendelverkehr. Ersatzverkehr. Weichenstörung. Wir bitten um Verständnis. Zugschaden. Zugschaden. Ersatzverkehr. Besteht und besteht und besteht. Immer wieder und immer wieder und immer wieder. Wie ein Naturereignis. Kann man nichts gegen machen, denn wieder ist keiner verantwortlich, niemand da, den man teeren, federn und danach zur Stadt hinaus jagen könnte für diese Zumutung, die S-Bahn heißt und selbst in den letzten Kriegstagen, als die Rote Armee schon die Oder überquert hatte, zuverlässiger fuhr als heute.

Der Verkehrssenator, in dessen Zuständigkeit der ganze todtragische S-Bahn-Müll fällt, wird jetzt Bürgermeister dieser Stadt. Schuhu Baby Blue. So läuft das hier. Sie machen nix? Sie werden was. Verlassen Sie sich drauf.

Achtung! Achtung! Bitte beachten Sie, zwischen Greifswalder Straße und (fügen Sie hier einen beliebigen Ringbahnhof ein) besteht Schienenersatzverkehr. In Fraktur: Sie können uns mal, Fahrgastpöbel.

Und wenn Sie den monatlichen Beitrag für unsere Farce nicht bezahlen, werden wir ihn eintreiben.

Wir bitten um Verständnis.

Samstag, 18. Oktober 2014

Junkfraß aus der Industriehölle (3)


Außerdem fange ich langsam an zu glauben, dass alles, was ich unternehme, um mein Leben zu verlängern, nur die Qualen vergrößert, es zu durchleben.

Problematisch ist nicht das Nachlassen der Kräfte. Problematisch ist das Anwachsen des Starrsinns.
Chris Kurbjuhn


Kürzlich ist mir aufgefallen, dass ich im Querschnitt zu gut esse. Es gibt nichts zu beanstanden. Nichts zu verreißen. Nichts was zum Sich ärgern taugt. Und das langweilt auf Dauer. 

Ich kenne das ja. Das Gefühl, mich für meine Verhältnisse unausgewogen gut zu ernähren, kommt immer wieder mal und wenn es soweit ist, streife ich durch die Supermarktgänge und kaufe Unsinn. Dreck, Junk, Gülle, Scheißfraß, ich brauch' das manchmal. Wer Dreck frisst, weiß das Gute wieder zu schätzen. Oder so. 

Was ist das hier?


Dönersnack. Von Netto. 1,89 die Packung. Mit Huhn. Ich möchte schon beim Anblick kotzen. In meinem wundgescheuerten Geist tanzen abgewrackte Hühner voller Beulen und Pest. Auf einem Bein. Weil sie sich das andere vor lauter Elend selbst abgefressen haben und sich nun im blutigen Stumpf der Eiter, der Grind und die Würmer sammeln. Wofür reicht das noch? Für Geschnetzeltes aus dem Tiefkühler? Für Chicken Nuggets? Oder doch nur für Netto für 1,89?

Als ich das traurige Ding nach sieben Minuten aus dem Ofen hole und reinbeiße, fällt es erstmal auseinander.


Wie ein echter Döner. Haha. Ein Stinkedreieck, das sich nicht im Raum verteilt, ist eben kein Stinkedreieck. Und wenn man es nicht in der S-Bahn frisst und alle anderen damit eindampft, ergibt das Dasein in dieser Stadt der ewigen S-Bahn-Fresser erst recht keinen Sinn.

Boar. Säuerlich. Was ist das? Haben die fauliges Fleisch in Essig eingelegt? Oder ist das die Joghurtsoße? Ist die schon drüber? Nee, die Verpackung sagt, der ganze Ranz sei noch haltbar, also ist das mitnichten verfault, sondern offenbar gewollt. Ein Zwiebelschnitz verfängt sich zwischen meinen Zähnen, er schmeckt modrig, wie Erde. Gegensätze. Säuerlich und modrig. Toll, so ein Würgereiz als Gimmick. Ich kann nicht mehr und gebe auf.

Bevor ich den ganzen Müll in den ... jaja ... Müll befördere, fällt das furztrockene, aber trotzdem seltsamerweise vollkommen durchgefettete Laborbrot, das den ganzen Abfall umrahmt, komplett auseinander. Räudig ist gar kein Ausdruck.

Dreck. Ja. Kulinarischer Dreck. Das ist ein Ausdruck. Geldgrab. Das auch. Hurra, es ist wieder soweit. Kohle abgedrückt. Dafür Unsinn bekommen. Schlimmen Unsinn. Toll. Jetzt geht's wieder für eine Weile.


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Junkfraß aus der Industriehölle
Junkfraß aus der Industriehölle (2)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Beinspreizhebel


Neulich bei Kieser. Deutsche Sprache in ihrer ganzen Brutalität. Abschiebungsvollstreckung. Gewahrsamsanordnung. Zwangsbeitreibungsverfahren. Personenvereinzelungsanlage. Abrichthobelmaschine. Eignungsfeststellungsverfahren. Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Spitzenrefinanzierungsfazilität. Und Beinspreizhebel. Ein Vokabular wie eine Katjushabatterie.


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Debil durch das Festival of lights


Manchmal will sich Berlin fein machen. Und wie macht man sich fein, wenn man potthässlich ist? Man dimmt das Licht und sorgt für optimale Beleuchtung. Dann sieht man die Fältchen nicht, die Pustelchen, die Narben.

Festival of lights.

Es fahren Busse zu allen ausgeleuchteten Sehenswürdigkeiten, die in allen möglichen Farben strahlen, und natürlich fahre ich da mit.

Die Linden.


Der Gendarmendom.


Der Eiffelturm für Arme.


Charlys Schloss.


Der Hauptbahnglaskasten.


Das Tor.


Der Penis...


... wechselt die Farbe.


"Kann meiner auch" ruft es von hinten.

Haha, so siehst du aus, du Ballermannfrettchen.

Ich mag Berlin. Weil es manchmal aus seiner himmelschreienden Potthässlichkeit das Beste rausholt.


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Das Festival of lights läuft noch bis 19.10.14. Meine Bilder sind von 2012. Ich hab' versäumt welche zu machen und werd's wohl auch nicht mehr schaffen. Für aktuelle und sowieso viel schönere Bilder schauen Sie mal hier.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Lass mal netzwerken - Links vom 14. Oktober 2014


Und die letzten Tage fiel mir folgendes auf:

Zurück in BerlinPremiere, doppelt
Ausgezeichnete Rezension eines wichtigen Films. Hier noch die weiteren Termine.

Fakeblog#ProblemeDagi: 10 Tweets und ein paar Tipps
Die Probleme der Jugend beim Shopping. Der Rechtschreibung nach zu urteilen müssen das die sein, die sich bei mir im Borgwürfel um einen Ausbildungsplatz bewerben.

Frei-BlogHartz IV-Tagebuch (mehrere Texte unter diesem Label)
Ich habe lange überlegt, ob ich dorthin verlinken soll. Als jemand, der diese Probleme nicht (mehr) hat, diese Texte, mit denen jemand seinen täglichen Kampf am Rande der Existenz dokumentiert, zu lesen respektive zu verlinken, hat etwas von Voyeurismus.
Anders gesehen stellt jeder Blogger seine Texte der Öffentlichkeit zur Verfügung, wenn er seinen Blog nicht auf "privat" gesetzt hat, und möchte dadurch wohl auch gelesen werden (hoffe ich mal). Okay, machen wir es also. Riskieren Sie doch mal einen Blick abseits der Hetze des Boulevards nach ganz unten, auf die, die nicht über den Monat kommen und nicht wissen, wo sie noch sparen sollen. So läuft das und nein, lustig ist so ein Leben nicht.

ZG BlogDigitale Premiumexistenzen
Schmarmintelligenz vs. digitaler Mob. Von der einst beschworenen Schwarmintelligenz ist nicht mehr viel übrig außer eine kaputte Partei und eine von Interessensgruppen gekaperte Wikipedia, die immer würdeloser um Geld bettelt. Im Gegensatz dazu lebt der Twittermob. Und Clickbait dominiert die Social Media. Schön ist das alles nicht.

the boy in the bubbleWie der Mindestlohn tatsächlich die Pressefreiheit gefährdet
Viel erstaunlicher als die Holzpresse, die sich mit ihrem Lobbyismus selbst ins Knie gefickt hat, finde ich die Tatsache, dass ein Blogger eine Zeitung aus Papier liest. Krasser Hipster.

Das HerrenzimmerOpa erzählt vom Krieg
Buchmesse. Ein Bonmot. Großartig.

berlinpankowbloggerReisetagebuch V: Pueblos & Joints
Der Bundesstaat Colorado hat das Kiffen legalisiert und Ole beschreibt die Praxis des Graskaufens süffisant detailliert. Und natürlich kommt bei mir massivster Neid auf. Wieso muss ich für ein bisschen Gras in irgendwelche Hinterzimmer irgendwelcher heruntergekommenen Kackbutzen im Märkischen Viertel (ganz früher gab es das noch im Hinterzimmer einer Videothek auf der Schönhauser, aber das ist lange her) und ausgerechnet in den USA geht man dafür ganz normal in einen Laden? Ausgerechnet. Verstehe ich nicht. Dieses Land hier hält sich doch sonst für so fortschrittlich.

Aaron T. SchwarzDer Tod mag Pizzas
Lesen Sie noch Berichte über Studien? Ich nicht mehr. Heute das, morgen das, heute die Sau, morgen die Kuh und am dritten Tag ein Schaf. Und von vorne. Und von hinten. Und immer Krebs. Ach weh.

Berlin du bist wunderbarAlte VEB Kühlautomat in Berlin
Ein Landsmann und eine wunderbare Ruine. Noch gibt es welche in dieser Stadt, an deren Stelle sie noch keine gleichförmigen Townhäuser geschissen haben.

So. Nun zur obligatorischen Nahrung. Da hat einer aus der Nachbarschaft ein Foodblog eröffnet. Und haut gleich Spätzle raus, einfach nur Spätzle:

RezeptblockSpatzen

Samstag, 11. Oktober 2014

Der ganz normale Mob


In Ausnahmesituationen lernen Sie Ihre Mitmenschen besser kennen. Das Dumme ist: Die meisten fallen durch.

Frankfurt. Mein Flieger nach Berlin ist gecancelt. Technischer Defekt an der Maschine. Als das durchgesagt wird, muss ich kurz lachen. "Lieber Fahrgastpöbel, wegen Verzögerungen im Betriebsablauf (vulgo: Zug kaputt) muss der Zug der Linie S85 leider entfallen." Kennen wir doch. Jeden Tag. Ein Dummkopf, der in der Hauptstadt der Vernachlässigung kein Stoiker wird. Nur ist es hier in Frankfurt keine S-Bahn, sondern ein Flugzeug, das den Geist aufgibt - eine perverse Form von Evolution in der Schrottkistenwelt.

Folgerichtig ist es Air Berlin, das hier technisch in die Knie geht, und es gibt nicht nur kaputtes Material, sondern auch keine Ersatzmaschine hier an diesem Drehkreuz von Flughafen. Berlin. Air Berlin. Es passt so schön, dass ich gar keinen Witz darüber machen mag, um die wunderbare Atmosphäre, die diese deprimierende Gemeinsamkeit zwischen zwei maroden Verkehrsmitteln mit Berlinbezug erschafft, nicht zu zerstören.

Mich juckt das hier alles nicht. Ich bin heute eigens für einen Vortrag nach Frankfurt gereist und irgendwer zahlt mir alles, was ich dafür an Kosten fabriziere. Natürlich auch ein Hotelzimmer, wenn das notwendig wird. Das Blöde an der Sache ist: Es ist Buchmesse und es gibt gar keine freien Hotelzimmer mehr, es sei denn, ich fahre jetzt um 19:30 Uhr noch mit dem Zug nach Darmstadt, Mainz oder in irgendein anderes dieser traurigen inzestuösen hessisch-pfälzischen Provinznester und checke bei Tante Brigitte's Pensio'n ein, die für mich noch einen Platz auf einem Sofa in der Scheune frei hat.

Ausnahmezustand eben. Manchmal ist es wie es ist und da der letzte Air Berlin-Flug nach Hause gerade abhebt, der genauso zugebucht wie unserer ist, erwarte ich eine ungemütliche Nacht auf dem Flughafen, irgendwo in einer Ecke auf irgendeiner Liege, die ich mir noch erkämpfen werde. Oder ich suche mir ein Hotel mit Bar und Lounge. Irgendwas mit Alkohol, Kaffee und Dach überm Kopf. Denn ich bin Economy Class. Der letzte Arsch. Assipenner. Wurmfortsatz. Das wird mir sehr plastisch bewusst als durchgesagt wird: "Wir bitten alle Passagiere mit Gold- und Platincard an den Schalter. Sie werden auf Lufthansa umgebucht. Beim Rest müssen wir sehen." Chapeau! Mr. Freud übernehmen Sie. Willkommen beim Rest. Wir sind die 99%. Ho Ho Hotelbar. Dort werde ich mir wohl wirklich die Nacht bei lausigem Kaffee, Jacky Cola und zum Töten langsamem WLAN um die Ohren hauen bis sie morgen früh um 6:55 Uhr den ersten Air Berlin-Idiotenbomber für mich frei haben, in dem ich mich mit meinesgleichen suhlen kann: Den Nasenpoplern, den Bommelslipperträgern, den Kampfhundherrchen, den Buchhaltern, den Solariumsbratzen, den Triple-Whopper mit Bacon-Essern. Den Nicht-Satisfaktionsfähigen.

Doch jetzt schlägt erst mal die Stunde des Mobs. Okay, zugegeben, die Sache mit dem "Rest" war sprachlich nicht astrein, aber sonst herrscht rege Betriebsamkeit bei den Verantwortlichen. Man bemüht sich. Vier Fraportsklaven tun was sie können, um eine Lösung zu finden. Die Lufthansa will offenbar Air Berlins Economypack nicht in ihrer Businessklasse haben und auch sonst bietet man uns allen möglichen Airlines an als wären wir Wiesenhof-Hühnchen in Prenzlauer Berg, will sagen: Niemand will uns haben.

Der Mob, der sich gerade vor dem Schalter langsam jedoch unaufhaltsam formiert wie eine Superzelle, besteht im Wesentlichen aus folgenden Typen:

Die Brüller

Die Brüller sind der Klassiker eines jeden Mobs. Sie sind der festen Überzeugung, dass es zur Problemlösung beiträgt, den Menschen hinter dem Schalter in ihre Telefonate zu brüllen, mit denen die versuchen, jeden zu kontaktieren, der heute noch irgendwie nach Berlin fliegt. Zurechtweisungen oder Bitten um Gelassenheit werten die Brüller als persönlichen Angriff auf ihre Meinungsfreiheit und werden noch lauter als sowieso schon. Erdnüsse zu werfen wie bei ihren Wesensverwandten im Affenhaus des Berliner Zoos, die sich gegenseitig die Korinthen aus dem Arsch pulen, hilft wohl auch nicht. Und sowieso gilt: Do not feed. The troll.

Die Scherzkekse

Sie sind zu Beginn der Superzellenbildung noch die angenehmsten Vertreter des Mobs, was mit Blick auf die anderen Irren nichts bedeutet. Nachdem sie kurz ihrem Ärger Luft gemacht haben ohne dass es jemand mitbekommen hat, flüchten sie sich in frotzeligen Galgenhumor, der mir nach zehn Minuten auf den Sack zu gehen pflegt. Meistens sind es die typischen Vertreter konfliktscheuer Zeitgenossen, die über Bande kommen, weil sie ihren Unmut nicht in direkte Worte fassen mögen, aber auch nicht einfach ihre Fresse halten können. "Hahaha. Warten auf Godot!" haut einer raus und seine Claqueure lachen. Hahaha lacht er selbst am lautesten über seinen eigenen Scheiß als wäre er Mario Barth, der im Olympiastadion vor aller Augen einen Furz angezündet hat. Da brat mir doch einer eine Jack-Wolfskin-Jacke. Auch noch kulturell beflissen, der Kerl. Oder doch nur ein Theaterplakat am U-Bahnhof richtig abgelesen. "Hahaha. Wie sagt man so schön? Die Letzten werden die Ersten sein! Hahaha!" Zack! Noch so ein Ding. Bibelfest ist er auch noch, der Penner. Ich krieg' mich kaum ein. Der zündet die Knaller als gäb's morgen keine mehr.

Wenn der Scherzkeks das Eis zu seinen Umstehenden gebrochen hat, kommen zu den schalen Sinnsprüchen aus Oma Petruschkes Mottenkiste noch persönliche Bonmots, irgendwelche halbgaren Geschichtchen irgendwelcher Katastrophen, in denen der Scherzkeks vorgibt schon einmal gesteckt zu haben. Im Dschungel von Thailand. In Ischgl auf einem Berg. In Soest auf der Kirmes. Ein Brüller jagt den nächsten und jeder hat was mit Warten zu tun. Oder einem technischen Ausfall von irgendwas. Oder beidem. Ich habe Musik und ein Ladegerät dabei. Das war wie immer eine gute Entscheidung. Die Band, die ich höre, heißt Katatonia.

Die Resignierten

Sie werten es als persönliche Niederlage, dass der Flieger einen Defekt hat und sind überzeugt, dass sie irgendjemand nicht leiden kann, der dieses ganze Zinnober nur veranstaltet, um sie zu demütigen. "Das war ja klar" ist einer ihrer Lieblingssätze. Sie wissen so sicher wie nichts sonst, dass sie weder heute noch morgen noch überhaupt irgendwie kostenneutral hier weg kommen. Daran ist nur dieser Mehdorn schuld. Oder Wowereit. Zustände sind das. Mit uns kann man es ja machen. Armes Deutschland. Ich möchte einmal erleben, dass... und so weiter, Sie kennen das sicher.

Ihre Gesichter und ihr Gemaule machen mich depressiv und ich möchte mich jedes Mal vor irgendeinen Flieger werfen, wenn jemand von denen neben mir steht und sein Leiden an sich selbst in die Welt heult.

Die Fatalisten

Eine Abwandlung von den Resignierten sind die Fatalisten. Sie haben sich komplett ergeben und schlurfen von offenem Ohr zu offenem Ohr. "Da geht nix mehr" sind sie sich sicher. "Die lassen uns hier verrotten." lautet das traurige Fazit. "Immer Air Berlin, es ist immer Air Berlin, abends Air Berlin ist eine Katastrophe. Das ist bekannt.", wobei sich mir nur die Frage stellt, warum der Arsch seine Verbindung genau so gebucht hat, wenn bekannt ist, dass sie ins Verderben führt.

Die panischen Stresser

"Sie haben Internet? Haben Sie Internet? Sie haben doch Internet!" werde ich bestürmt, weil der Telekom-Hotspot hier am Frankfurter Flughafen tatsächlich mal funktioniert, was mich selbst verwundert. Ja, ich habe Internet, also werde ich von drei panischen Stressern gleichzeitig begattet und bis über die Grenze der Unhöflichkeit dazu genötigt, nach Alternativflügen nach Berlin, den Zugverbindungen durch die Nacht und den hiesigen Preisen für die Mietwagen zu recherchieren.

Es ist anstregend, weil alle Optionen komplett für den Arsch sind, was die panischen Stresser jedoch nicht einsehen wollen, wahrscheinlich weil sie Angst haben, die Dinge dann so hinnehmen zu müssen wie sie sind.

Wie ist die Lage, Nummer Eins?

Sir, die anderen Flieger nach Berlin sind voll, die Mietwagen sind schweineteuer und umständlich, weil man die in Berlin ja zu nachtschlafender Zeit am Arsch der Welt wieder abgeben muss nachdem man sich die ganze Fahrt über mit Red Bull (und Koks, wer hat) wachgehalten hat, und die wenigen Zugverbindungen nach Berlin dauern acht Stunden und laufen über Dortmund, Köln und Chisibubikaio, weil Sie den Sprinter-ICE vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Berlin nicht mehr schaffen werden.

Doch, werden wir!

Schaffen Sie nicht.

Doch!

Nein!

Doch!

Nein, wirklich nicht, es ist illusorisch. Fußweg zur Skyline-Bahn zu Terminal 1. Dort Fußweg zur S-Bahn. Dann Ticket holen, zum Hauptbahnhof zuckeln. Dort zum ICE-Gleis tingeln. Sie haben knapp über eine halbe Stunde Zeit dafür. No way.

Aber sie glauben mir nicht und rennen. Arme Irre.

Panische Stresser abzuschütteln dauert - wenn sie nicht in ihrer Hysterie blind irgendwohin rennen - lange und erfordert Kreativität. Meistens muss ich dazu aufs Klo gehen obwohl ich gar nicht muss. Oder ich täusche einen Müdigkeitsanfall vor und werde als Ziel ihrer Panikattacken wertlos, weil ich nicht mehr zuhöre. Oder ich schlafe tatsächlich einfach ein, das geht auch. Wenn es ganz schlimm gekommen wäre, hätte ich mich auch zum Raucher erklären und mich in Richtung einer dieser traurigen verglasten Raucherkäfige verpissen können, in denen sie die Raucher ausstellen wie die Kapuzineräffchen im Zoo. Vorausgesetzt, die Käfige gibt es überhaupt noch. Habe gar keine gesehen bisher.

Und dann gibt es noch den Klassensprecher

Er ist immer der Lauteste. Und es ist immer ein Mann. Oft rekrutiert er sich aus der Gruppe der Scherzkekse. Nachdem er diverse Schwänke aus seinem belanglosen Leben und untaugliche Prognosen zum weiteren Ablauf des Geschehens zum Besten gegeben hat, erklärt er sich mit einem munteren "Also ich geh' jetzt mal nach da vorne und klär' das mal, lassen Sie mich durch bitte!" zum Verhandlungsführer des Mobs. Das Aufplustern geht jedoch nur so lange gut bis er am Schalter angekommen ist und dort abgebügelt wird. Es wiederholt sich jedoch, wenn ein neuer Verantwortlicher auf der Bildfläche erscheint.

Ich selbst setzte mich irgendwann, als ich feststellen musste, dass in dieser gottverlassenen Ecke des Frankfurter Flughafens niemand einen vernünftigen Whisky ausschenkt, mit meinem Internet und der Band namens Katatonia auf eine Bank in einiger Entfernung zum Geschehen, las in ein paar schönen benachbarten Blogs, droppte hier und dort den einen oder anderen Kommentar und wartete darauf, dass was kam. Ich wartete. Und wartete. Nur nicht auf Godot. Haha. Ha. H. Meine Güte Hirn.

Und kam was?

Klar kam was.

Ein Flug nach Wien. Mit einem angepissten Mob, der eine Stunde warten musste, um ein paar Honks mitzunehmen.

Und dann noch ein Flug nach Berlin. Mit einem angepissten Mob, der anderthalb Stunden in Wien warten musste, um ein paar Honks aus Frankfurt mitzunehmen.

Drei Mobs an einem Tag. Einer zerfickter als der andere. Harter Stoff. Den letzten hatte ich seinerzeit im Harz. Am Ticketschalter der Brockeneisenbahn, weil da mehr scheintote Rentner mitfahren wollten als der Zug Platz hatte.

Halten wir auch an dieser Stelle wieder einmal fest: Dieses Land ist unter Druck nicht locker, gar nicht locker.

Es ist wie es ist: In Ausnahmesituationen lernen Sie Ihre Mitmenschen besser kennen. Das Dumme ist: Die meisten fallen durch.


Freitag, 10. Oktober 2014

Foodbloggers Nemesis - Kalbsnieren und geflockte Sahne


Ich habe den freundlichen Rainer Balcerowiak mal um ein Rezept gebeten und er hat es rausgerückt: Kalbsnieren in Weißwein-Senf-Sauce. Seinen als Beilage vorgeschlagenen Kartoffelstampf habe ich durch selbstgemachte Spätzle ersetzt, um eine kleine persönliche Note in das Gericht zu bringen. Ich wohne nämlich in Prenzlauer Berg und muss deshalb Konzessionen machen, sonst weisen sie mich irgendwann noch nach Hohenschönhausen in das Reservat ehemaliger Innenstadtbewohner aus und da will ich nicht hin. Hilft ja nix.

Rainer war nicht nur so freundlich und hat mir das Rezept verraten, sondern auch erlaubt, es zu verbloggen. Ich habe mich was die Fotos angeht an dem Blog Amateuerkochfotos orientiert, das nicht besonders schön fotografierte Essensbilder sammelt, und bewusst darauf geachtet, dass alles nicht zu appetittlich aussieht. Fuck Foodporn - schön kann jeder. Eat this:

Zutaten für 4 Personen: 

500 ml Buttermilch
Kalbsnieren (ca. 700 g)
3 Schalotten
3 EL Sonnenblumenöl
50 g Butter
2-3 EL Cognac
100 ml Weißwein
je 1 EL Dijon- und körniger Senf
100 g Sahne
250 ml Kalbsfond (aus dem Glas)
Salz
Pfeffer
2 EL gehackte krause Petersilie

Für die Spätzle:

2 Eier
Unmengen Mehl (na gut, 250g)
Wasser
Salz

Zubereitung (liebe Veganer, ich würde jetzt besser nicht weiterlesen, es werden Innereien zu sehen sein, dies ist keine Übung, Trigger Trigger, eure zarten Seelen, ihr wisst schon): 

Die Nieren über Nacht in Buttermilch einlegen.

Tags darauf die Nieren von eventuell noch vorhandenen Fettresten und äußeren Häutchen befreien, dann längs durchschneiden. Die inneren dicken Fettstränge und Sehnen gründlich herausschneiden - also alles, was weiß oder hell ist.


Anschließend die Nieren in kaltem Wasser für 1 Std. wässern, dabei das Wasser eventuell 1- bis 2-mal wechseln. So verlieren sie den Harngeschmack und den beim Garen entstehenden Geruch, den viele als unangenehm empfinden.


Inzwischen den Spätzleteig machen. Die Unmengen Mehl (ich habe etwa 250g genommen) in eine Schüssel kippen. Die Eier dazu. Locker ein Teelöffel Salz hinterher werfen, eher mehr, viel hilft viel. Dann Wasser dazu und mit der Knetmaschine bearbeiten. Mit dem Wasser bitte vorsichtig sein, schütten Sie zu viel rein, ist der Teig ruiniert. Perfekt ist er, wenn er zu einer zähen Masse wird, die nicht mehr eigenständig vom Löffel runterrutscht.

Zuletzt einen großen Topf Wasser aufsetzen.


Bis das Wasser kocht, die Schalotten schälen und fein würfeln. Nieren abgießen, gut trocken tupfen dann in einzelne Segmente schneiden und diese in ca. 1 cm dicke Scheiben. Öl und die Hälfte der Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen, darin die Nieren bei mittlerer Hitze 3-4 Min. braten, mit Cognac ablöschen (wer möchte, kann sie auch flambieren), in ein Sieb geben und zugedeckt warm halten.


Wenn das Wasser kocht, müssen die Spätzle ins Wasser (vorher ein wenig salzen). Kluge Menschen haben dafür eine Spätzlemaschine (hier ist Prenzlauer Berg, hier können Sie so etwas kaufen, schwöre), arme Irre müssen sie von einem Brett schaben:


Wenn Sie schnell genug mit der Maschine sind, knallen Sie eine Ladung nach der anderen in den Topf und kippen alles zusammen nach 3-4 Minuten (die Spätzle müssen oben schwimmen) in ein Sieb. Wenn nicht, warten Sie jeweils drei bis vier Minuten, bis die Spätzle oben auftauchen und holen sie mit diesem seltsamen Küchenutensil, dessen Name ich nicht kenne, aber mit dem man prima Zeug aus Wasser schöpfen kann ohne das Wasser mit rauszuholen. Sie wissen hoffentlich, was ich meine, denn ich weiß es nicht.

So sieht das Ergebnis aus:


Schrecken Sie die Spätze ein wenig mit kaltem Wasser ab, dann kleben sie nicht zusammen.

Jetzt die übrige Butter in der Pfanne schmelzen, die Schalotten darin goldgelb andünsten. Etwas Wein angießen und bei großer Hitze vollständig einkochen lassen, dann den Rest Wein nachgießen und ebenfalls fast vollständig einkochen lassen. Beide Senfsorten und Sahne unterrühren und in 3-4 Min. um die Hälfte einkochen. Kalbsfond dazugießen und nur noch bei mittlerer Hitze 3-4 Min. köcheln. Die abgetropften Nieren in die Sauce geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und nochmals heiß werden lassen, ohne dass sie kochen. Mit Petersilie bestreuen, heiß servieren.

Sind die Spätzle zwischenzeitlich zu kalt geworden, können Sie sie schnell mit etwas Butter nochmal in die Pfanne hauen. Das wirkt Wunder.

Und so sieht das aus (fuck Foodporn, ich bin Foodporn-satt und deswegen esse ich das Zeug auf dem ältesten und verwaschensten Teller, der aufzutreiben war - der hier stand zum Beispiel schon mit der Wehrmacht vor Moskau):


Sie sehen die weißen Punkte? Das ist die Sahne. Die ist mir geflockt (moment mal kurz: verdammte Scheiße, ich hasse die Welt, verdammte verfickte Scheiße, warum flockt die Kacke, fick dich doch) ... das sieht natürlich scheiße aus und darf nicht passieren, ist aber passiert. Zu viel Hitze. Zu lange mitgekocht. Zu hohe Luftfeuchtigkeit bei Widder Aszendent Jungfrau. Den Mondkalender nicht beachtet. Das Sternentor. Den russischen Winter. Die Welt ist schlecht.

Aber das Ganze schmeckt trotzdem verdammt gut. Und wenn man den Rest Cognac austrinkt, einen Spliff dazu raucht und die gehackte Petersilie drüberwirft, sieht man die dümmlichen Punkte gar nicht mehr so deutlich und alles wird sowieso egal.

Guten Appetit. Machen Sie es besser.


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Und hier kommt der Serviceteil: Wo zur Hölle bekomme ich ausgerechnet in Prenzlauer Berg Kalbsnieren her?
Der hier bestellt diskret und zuverlässig in neutraler Verpackung.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Lass mal netzwerken - Links vom 9. Oktober 2014


Civaka AzadIS dringt ins Stadtzentrum von Kobane ein - ein Newsticker

Kurdische NachrichtenNewsticker zum Kampf gegen die Terrormiliz IS in Kobanê

Storify@cahitstorm live tweets airstrikes in #Kobane

DRadio WissenTwittern aus dem Chili-Feld

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Lars ReineckeWird man ja wohl noch sagen dürfen
Ich verlinke auch gerne mal Positionen, mit denen ich nicht übereinstimme. Das ist hier der Fall. Lars Reinecke hat einen Tweet gelöscht, weil er Applaus von der falschen Seite erhielt. Okay, Twitter ist eine andere Welt, aber ich glaube, ich würde das nicht tun. Es gab in diesem Blog hier auch schon vereinzelte Posts, die über diverse Kanäle weitergereicht wurden und dann Leser aus einem schmierigen Umfeld angelockt haben, die im Kommentarbereich ihren Kot hinterlassen haben und in zwielichtigen Foren ganze Absätze zitiert haben. Schmierige Webseiten aus zwielichtigen Ecken haben ganze Blogposts von hier kopiert und bei sich eingefügt. Was soll ich dagegen machen? Richtig, nichts. Sie können gegen Applaus von der falschen Seite nichts tun, wenn Sie sich nicht selbst beschneiden (vulgo: löschen) oder wegen Textklau sinnlos Anwälte beschäftigen wollen. Sehen wir es mal so: Es ist vielleicht auch ein Zeichen von Reichweite, wenn jemand auch außerhalb seiner Filterblase gelesen wird. Und Trolle sind eine Form von Nachweis für Relevanz. Oder so.

Herr und Frau MüllerNeulich nächtlich...
Ninja-Oma Hilde mit Schrubber und Trillerpfeife.

ZwetschgenmannGefangen in der Sesselfalle
Eine Menge Omacontent heute. Hier mit Herzschlagfinale.

{berlin:street}Hasenheide
Ausgesprochen lesenswerter Stadtspaziergang des verstorbenen Diether Huhn. In diesem lesenswerten Blog werden sie alle noch einmal veröffentlicht. Nach und nach. Danke dafür.

Draußen nur KännchenDie Lieblingstweets im September
Lieblingstweetsammlungen haben den Vorteil, dass ich nicht selbst bei Twitter sein muss, um gute Tweets zu lesen, sondern jemand die besten für mich rausfischt. Leider sind viele Sammlungen ziemlich mau, vielleicht auch weil der Kontext fehlt. Diese Sammlung hier ist jedoch außerordentlich gelungen.

Magerquark.deBedarf
Ich mag so 'nen Humor...

quarkwasserbeckenLiebe Makler!
Heute haben wir es aber mit dem Quark. Hier jemand, der mehr bloggen sollte. Das liest sich nach mehr. Mach ma'.

Ackerbau in PankowZur geflissentlichen Beachtung
Doch doch, ich finde das witzig. Sehr sogar.

der klang von zuckerwatteDoppelmoral und Schokokekse
Falls jemand denkt, in Foodblogs ginge es immer nur um Oberflächliches. Stimmt nicht. Schönes Statement und schöne Kekse.

Und einmal im Jahr gibt es das da, vorausgesetzt ich kaufe es nicht bei Kaisers:

lieberleckerTatar, handgeschnitten

Zugabe:

HerzdamengeschichtenDie Herzdame backt: Double Chocolate Muffins

Dienstag, 7. Oktober 2014

#kobane


Die kurdische Grenzstadt Kobane im nördlichen Syrien ist bald erledigt und alle können dabei zuschauen.

Wenn Ihnen Twitter zu unübersichtlich ist, verfolgen Sie das Geschehen doch einfach hier. Oder nehmen Sie einen Liveticker irgendeines großen Portals.

Wenn Sie es gerne grafisch anspruchsvoller haben und einen Überblick über die Lage haben wollen, schauen Sie doch mal hier. Oder größer hier.

Ganz besonders transparent wird das Geschehen durch die vielen Clips auf Youtube direkt von der Front. Da können Sie fast live mitfiebern wie andere um ihr Leben kämpfen. Suchen Sie selbst, ich habe keine Lust das zu verlinken.

Was? Nein, machen können wir wie immer nichts, nur zuschauen - wie es immer ist, wenn es brennt. Nur dass wir heute näher dran sind. Der Filter ist weg, so ein Krieg besteht nicht mehr nur aus einem unwirklichen Flackern in grünem Licht, sondern kommt ganz schön nah inzwischen.

Aber keine Sorge, das ist alles vorübergehend, morgen schon unterhalten wir uns wieder über den Lokführerstreik, die marode Berliner S-Bahn oder die Hundescheiße auf dem Gehweg. Und ich schreibe gerade an einem Rezept. Es gibt lecker Kalbsnieren. Essen muss ja sein. Yummi.


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Edit:

Wenn schon Twitter dann hier:

https://twitter.com/jenanmoussa
https://twitter.com/HaraldDoornbos

Zwei Journalisten, die von türkischer Seite ein paar hundert Meter entfernt berichten.

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Update:

https://twitter.com/cahitstorm
Der hier sitzt den ganzen Tag in einem Pfefferfeld (???) direkt vor der Grenze, versteckt sich und twittert von dort.