Sonntag, 7. Juli 2013

Mecklenburgische Seenplatte: Im Bärenwald


Ich bin kein großer Freund von Zoos und erst Recht keiner von Zirkussen (oder heisst es Zirken?). Tiere gehören nicht hinter Gitter oder Gatter, außer sie wurden jahrhundertelang domestiziert und können ohne Menschen nicht mehr leben. Kühe zum Beispiel. Oder Wellensittiche. Oder die Silberfische in meinem Bad.

Und so war ich skeptisch, was den Bärenwald angeht. Eingezäunte Bären im Wald, zur Belustigung urlaubender Socken-in-Sandalen-Träger dargeboten. Au mann, muss das denn... grusel.

Nein, ist nicht so. Der Bärenwald Müritz rettet Bären aus nicht-artgerechter Haltung und versucht, sie hier aufzupäppeln. Tanzbären, Bären aus räudigen Zirken, Zirkussen, Zirkusanten oder Zoos, vorwiegend aus Osteuropa (sorry, Landsleute, ist so), misshandelt, vernachlässigt.

Die Bären haben hier viel Platz, so dass es oft vorkommt, dass man gar keinen Bären zu Gesicht bekommt. PP. Persönliches Pech. Hat der Bär eben keinen Bock auf Menschen. Macht aber nix. Es ist sein gutes Recht, den Platz zum Verstecken zu nutzen.

Ja, man hat den Eindruck, dass es den Bären hier gut geht und wahrscheinlich hätten sie in freier Natur auch keine Woche überlebt - bei der Vergangenheit. Es ist gut, was hier geschieht, die Tiere haben die Möglichkeit, sich zu verstecken, großen Auslauf und werden verpflegt. Und da sie Einzelgänger sind, können sie über Tunnelsysteme in andere Gehege gelangen, so dass sie sich aus dem Weg gehen können.

Daher ergeht als Tipp von mir für jeden, der sich auf der Mecklenburgischen Seenplatte herumtreibt: Hingehen, Kinder mitnehmen, dann lernen die im Gegensatz zum Zirkus (den Zirküssen?) auch was und zwar den Respekt vor dem Tier.

Amen. Moralpredigt Ende. Ihr Bilderlein kommet:













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Bärenwald Müritz
Am Bärenwald 1
17209 Stuer

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich bin ja für Zirki :-)